CBD Blüten: Wirkung, Anwendung & Unterschiede zu CBD Öl

Geposted von Evelyn Schuller am

CBD (Cannabidiol) ist als Bestandteil der Hanfpflanze in unterschiedlichsten Formen erhältlich, nämlich als Gras, Blüten und Öl. Sofern der Gehalt des berauschenden THC unter 0,2 % liegt, sind der Vertrieb und Konsum legal. Dieser Wert gilt für die EU und viele andere Staaten, in manchen Weltregionen gelten geringfügig abweichende Grenzwerte (0,1 – 0,3 %). Die verschiedenen Darreichungsformen haben unterschiedliche Wirkungen. Nachfolgend befassen wir uns mit den Unterschieden zwischen CBD Blüten und CBD Öl.

Wodurch zeichnen sich CBD Blüten hauptsächlich aus?

CBD BlüteCBD Blüten (Blüten der weiblichen Hanfpflanze) enthalten rund 8 bis 10 % CBD. Dieser Anteil liegt unter der Höchstgrenze beim Öl, wobei Letzteres eine größere Spannbreite von 5 bis 25 % aufweist. Die CBD Blüten sind unter anderem für gesundheitliche Zwecke gut einzusetzen, weil sie zusätzlich zum Cannabidiol rund 150 weitere Stoffe enthalten, darunter viele wertvolle Cannabinoide und Terpene. Ein medizinisches Heilversprechen können wir allerdings an dieser Stelle aufgrund der Health-Claims-Verordnung nicht abgeben. Zugelassen ist CBD bislang (2021) für die Behandlung von kindlicher Epilepsie. Der THC-Gehalt von CBD Blüten muss für die legale Verwendung wie erwähnt unter 0,2 % liegen, wobei es in einzelnen Produkten Schwankungen vom niedrigen Promillebereich bis zu dieser Grenze gibt.

Bei der Betrachtung dieser Schwankungen liegt der THC-Gehalt in Blüten oft leicht über dem in Öl. Das ist der Stand von Dezember 2021. Dieser Grenzwert von 0,2 % dürfte in Deutschland möglicherweise im Verlauf des Jahres 2022 fallen, weil im Koalitionsvertrag der künftigen Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen die Legalisierung von Cannabis verabredet wurde. Damit wären THC-Produkte (vulgo: Marihuana, Haschisch) ebenso wie CBD mit höheren THC-Gehalten legal erhältlich. Der THC-Gehalt in Marihuana kann zwischen rund 10 und 14 % liegen, in einigen Fällen auch darüber (bis zu 30 %). Es gibt mit derzeitigem Stand von Ende 2021 noch weitere Randbedingungen für den Vertrieb von CBD Blüten.

So müssen sie aus Nutzhanf stammen und dürfen von den vertreibenden Unternehmen offiziell nur für die Herstellung von Tee bzw. als Räucherwerk angeboten werden. Räucherwerk meint in diesem Kontext, dass sie im Raum wie eine Räucherkerze ihren Duft nach dem Anzünden verbreiten dürfen. Der direkte Vertrieb für das inhalierende Rauchen (in einer Zigarette oder Tabakpfeife) ist ebenso wie die Verwendung im Vaporiser aktuell noch illegal. Dabei wirken die Blüten keinesfalls psychoaktiv. Ihre Wirkung unterscheidet sich nur wenig von der des Öls.

Anwendung der CBD Blüten

Die CBD Blüten nutzen Anwender*innen überwiegend für die Zubereitung von Tee. Sie werden wie jeder sonstige Tee aufgebrüht. Es gibt viele Mischungen mit Blüten und Samen sowie weiteren aromatisierenden Anteilen (auch konventionellen Teesorten), wodurch eine große Bandbreite an Produkten entsteht. Sorten mit einer fruchtigen Note sind sehr beliebt. Die zweite Anwendung besteht im Verbrennen als Räucherwerk. Die Blüten kommen also in eine feuerfeste Schale, werden angezündet und verbreiten ihren Duft im Raum.

CBD Blüten: Wirkung

Das Wirkspektrum von CBD Blüten gilt als relativ hoch durch die oben genannten Cannabinoide und Terpene. Nur kurz zum Verständnis: Cannabinoide sind eine Wirkstoffklasse im Hanf, Cannabidiol (CBD) ist eines von sehr vielen Cannabinoiden. Man vermutet bis zu 180 im Hanf, sie wurden mit Stand 2021 noch nicht alle identifiziert. Bei der Verarbeitung von Hanfblüten und anderen Pflanzenbestandteilen zu CBD-Produkten gehen einige der Cannabinoide und auch Terpene (eine andere Klasse pflanzlicher Bestandteile) verloren.

Bei den Blüten geschieht dies nur in sehr geringem Umfang, schließlich unterliegen sie bis auf die Trocknung kaum einer Verarbeitung. Daraus resultiert ihr hohes Wirkspektrum, das wiederum von der Art des Konsums (Tee oder Räucherwerk) beeinflusst wird. CBD Blüten im Tee entfalten eine relativ große Wirkung. Dieser Tee wirkt beruhigend und entspannend, er kann auch die Verdauung fördern. Dies sind wie schon oben erwähnt keine Heilversprechen. Es handelt sich lediglich um die Wiedergabe von Beobachtungen etlicher Anwender*innen. Diese nutzen CBD Blüten zur Verbesserung ihres Befindens bei

  • Schlafstörungen,
  • Multipler Sklerose,
  • Schmerzen,
  • Krämpfen und
  • Spastiken.

Beachte bitte die Wortwahl: CBD Blüten heilen diese Krankheiten nicht, sondern verbessern offenkundig sehr oft das Befinden bei den Betroffenen. Man schreibt ihnen überdies eine entzündungshemmende Wirkung zu.

Was leistet das CBD Öl?

CBD Öl gibt es in verschiedenen Formen (rein und als sogenanntes Vollspektrumöl), wobei Letzteres wiederum noch diverse weitere Cannabinoide und Terpene enthält, allerdings aufgrund der Verarbeitung nicht ganz so viele wie die CBD Blüten. Das Öl dient vorrangig der Nahrungsergänzung, ist aber auch in Cremes und Salben enthalten, die Sportler für die Entspannung und Schmerzlinderung von stark beanspruchten Muskeln einsetzen. Für die orale Einnahme gibst Du einige Tropfen CBD Öl mit einer Pipette unter Deine Zunge, wo Du es ein wenig wirken lässt. Auch das Öl hat eine sehr entspannende Wirkung.

Unterschiede von CBD Blüten und Öl

  • CBD-Gehalt: Blüten 8 bis 10 % | Öl 5 bis 25 %
  • max. THC-Gehalt: jeweils 0,2 % (Stand: Dezember 2021)
  • Einnahme, Anwendung: Blüten als Tee, Räucherwerk | Öl oral und als Bestandteil von Salben und Cremes
  • Einsatz: beiderseits für die Entspannung, gegen Schlafstörungen und im Rahmen von Schmerztherapien sowie psychischen Störungen | Öl auch für die äußere Anwendung

Fazit

CBD Blüten sind vor allem für Teetrinker sehr interessant. Zur Weihnachtszeit und auch sonst können sie als Räucherwerk den Raumduft etwas beleben.


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